Was glaubed ihr, ich heg mich tapfer gfühlt bim Schüsse?
Hegs wohl bedacht, mit Gwüssheit chönne bschlüsse?
Nei, Angscht, Verzwiiflig hät - vedammt - mi g'füert zum feige Mord im Wald.
Well er's hätt abgsee au uf Frau und Chind scho bald.
Doo uf em Rütli won'ich jetzt stoh,
sind üsi Väter zämechoo.
Händ gsee de Brüeder ihri grossi Not,
und dass Verzwiiflig isch en schlächte Rot.
Schnäll sind alli Füür un Flamme g'sii,
händ gjohlt und grüeft "iich bin debii".
Ihr chönd mer tänke, das sind rächti Galgevögel,
händ g'meint sie chönd jetzt wüete wie de Pöbel.
Es riise Grangg tobt hütt um die eifach Weid,
me chönnti meine, die Einte möchids z'leid.
Dass sogar ä'Bundespräsidentin ihren Sänf dezue no wött garniere,
goht - potz verreckt - mir schwär a d'Niere.
Doch eigentlich isch's nöd em Tell sii Sach,
wenn di Politische halt wönd dä Krach.
Ich will jo nur im Fride mini Chueli weide,
doch s'müends halt alli wölle, das isch nöd z'vermeide.
Drum lönd en Root eu gee, ihr liebe Lüüt,
vo eim mit wundem Härz, wo vil berüüt.
Wänn "Grechtigkeit für all" und Weisheit üses Wölle leitet,
wenn mer sich freut a däm wo isch und wo de Schöpfer hätt für üüs bereitet,
dänn breitet sich en Friede uus wo hed,
wo all sich drüber freued dass s'en ged.
Lönd s'Rangge, Niid und Missgunscht sii,
keine find't siis Glück debii.
Stattdesse gönd enand au mool a d'Hand.
Das sich de Grund vom edle Friede, für eus und s'ganzi Schwiizerland.
Mai 2007, Markus Keller